§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen dem Sprachendienst, Inhaber Samal Osman, Diedershäuser Str. 20a, 37079 Göttingen (im Folgenden „Auftragnehmer") und seinen Kund:innen (im Folgenden „Auftraggeber") über die Erbringung von Übersetzungs-, Dolmetsch-, Begleit- und Gutachterleistungen. Abweichende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn sie ausdrücklich schriftlich anerkannt wurden.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungen
Der Auftragnehmer erbringt Leistungen in folgenden Bereichen:
- Beglaubigte und einfache Übersetzungen in 32 Sprachen
- Dolmetschen (Gericht, Notar, Behörden, Konferenz)
- Behörden- und Terminbegleitung
- Sprach- und Übersetzungsgutachten
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen schriftlichen Angebot. der Auftragsbestätigung.
§ 3 Auftragserteilung und Vertragsabschluss
Der Auftrag wird schriftlich (per E-Mail, Brief, Fax oder über das Online-Formular auf dersprachendienst.de) erteilt. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Auftragnehmer den Auftrag schriftlich bestätigt oder durch den Beginn der Leistungserbringung bestätigt. Zur Erstellung des Angebots stellt der Auftraggeber dem Auftragnehmer das Ausgangsmaterial sowie alle für die Auftragserfüllung erforderlichen Informationen zur Verfügung.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber unterrichtet den Auftragnehmer rechtzeitig über die gewünschte Ausführungsform der Übersetzung (Verwendungszweck, Lieferung auf Datenträger, Anzahl der Ausfertigungen, äußere Form etc.). Fachausdrücke, eigene Glossare und besondere Anweisungen sind dem Auftragnehmer bei der Auftragserteilung mitzuteilen. Fehler, die sich aus unleserlichen, unvollständigen oder nicht rechtzeitig übermittelten Unterlagen ergeben, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers.
§ 5 Ausführung und Mängelbeseitigung
Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig angefertigt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung. Beanstandungen wegen offensichtlicher Mängel sind innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung schriftlich geltend zu machen. Bei berechtigten Beanstandungen hat der Auftragnehmer das Recht und die Pflicht zur Nachbesserung. Schlägt die Nachbesserung fehl, gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.
Die für eine fachgerechte Übersetzung angegebene Lieferfrist verlängert sich angemessen, wenn der Auftraggeber das zu übersetzende Material verspätet zur Verfügung stellt oder nachträgliche Änderungen vornimmt.
§ 6 Vergütung
Die Höhe der Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung. Soweit nicht abweichend vereinbart, gelten die im Tarif des Auftragnehmers veröffentlichten Preise. Bei umfangreichen Aufträgen kann eine angemessene Vorauszahlung verlangt werden. Die Rechnung ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
Die Vergütung erfolgt auf Basis von Normzeilen (55 Anschlägen inklusive Leerzeichen) oder als Pauschalpreis für Standarddokumente. Für Dolmetscheinsätze gilt der Stunden- oder Tagessatz gemäß Angebot, mindestens jedoch ein halbtägiger Einsatz; für gerichtliche Aufträge gilt das JVEG.
§ 7 Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht
Die gelieferte Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Auftragnehmers. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht. Der Auftragnehmer behält sich ein etwa entstehendes Urheberrecht an der Übersetzung vor.
§ 8 Haftung
Der Auftragnehmer haftet bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit setzt eine Verletzung vertragswesentlicher Pflichten voraus. Die Haftung ist auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung ist in jedem Fall auf den Versicherungsschadenbetrag der Berufshaftpflichtversicherung (1.000.000 € pauschal für Personen- und Sachschäden) begrenzt. Eine Haftung für mittelbare Schäden oder entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
§ 9 Berufsgeheimnis
Der Auftragnehmer verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihm im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden. Auf Wunsch wird zusätzlich eine separate Verschwiegenheitserklärung (NDA) unterzeichnet.
§ 10 Datenschutz
Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich zur Erfüllung des Vertrags gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Näheres regelt die Datenschutzerklärung.
§ 11 Vertragskündigung
Der Auftraggeber kann den Vertrag bis zur Fertigstellung der Übersetzungsarbeiten nur aus wichtigem Grund kündigen. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Dem Auftragnehmer stehen in diesem Fall eine Vergütung für die bereits erbrachten Leistungen sowie Schadensersatz in Höhe des entgangenen Gewinns zu.
§ 12 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Göttingen, soweit der Auftraggeber Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
§ 13 Wirksamkeit
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt.